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{Soulfood Sunday} schneller Gnocchiauflauf mit Sahne und Tomatenmark

Freitag. Ich komme nach Hause und direkt nach meiner Tasche rutscht mir ein kiloschwerer Ballast von den Schultern. Wie ich es mir selbst versprochen habe, gehe ich postwendend in die Küche, um mir meine wohlverdiente Belohnung zu holen, aber bevor ich überhaupt anfangen kann, muss ich mich erst einmal auf einen Stuhl sinken lassen und ganz tief durchatmen. Noch nie kam mir ein Semester oder eine zweiwöchige Klausurenphase so endlos vor. Ich habe heute die letzten Klausuren des Bachelors hinter mir – irgendwie ist es für mich der “offizielle” Teil des Studiums, der jetzt endlich zuende ist. Die Bachelorarbeit, die noch vor mir liegt, ist für mich gar kein großes Grauen, eher eine selbstverständliche Herausforderung, für die ich mir hoffentlich in den nächsten Wochen ein spannendes Thema aussuchen kann. Die angenehme Kür, jetzt, wo Shakespeare, geistig gestörte Protagonisten und realitätsfremde Literatur- und Kulturtheoretiker endgültig Vergangenheit sind. Da, wo sie hingehören. Ich muss euch sagen, ich bereue auch nach drei Jahren nicht mein Nebenfach, das “irgendwas mit Medien” zu tun hat. Medienwissenschaft ist ein gutes Fach, das mein Interesse an der Medienpraxis noch um ein Vielfaches gesteigert und mir zumindest einen etwas holprigen Pfad dorthin gebahnt hat. Aber obwohl ich froh über die Chancen bin, die mein Hauptfach mir geboten hat (vor allem das Auslandssemester), bin ich mit Anglistik echt durch. Auch solche Erfahrungen muss man machen. Meine Studienwahl war nicht scheiße, meine Zeit als Studentin war alles andere als das, aber Gott bin ich froh, dass dieses Kapitel meines Lebens bald zuende ist. Nun muss ich nur noch hoffen, dass meine Professoren mich die Bachelorarbeit über ein Thema schreiben lassen, das irgendeine erkennbare Relevanz für mich hat. Denn nur so macht mir Denken Spaß. Aber heute habe ich mir vor allem eines verdient: Den Kopf abschalten. Und was ist besser zum Runterkommen als eine heiße Auflaufform voll mit Soulfood? Mein persönlicher kleiner Soulfood Sunday an einem Freitagnachmittag.

Zutaten (2 Personen)
500g Gnocchi
30ml Sahne
50ml passierte Tomaten (oder Tomatenmark mit Wasser)
50g geriebener Käse
frischer Basilikum
Salz, Pfeffer
Kräuter (zB Oregano oder ital. Gewürzmischung)

Die Mengenangaben sind bis auf die Gnocchi wirklich komplett geschätzt und nicht zuverlässig – macht das einfach nach Gefühl, es spielt keine große Rolle, so lange ihr die Gnocchi weder ertrinken noch austrocknen lasst.

Die Gnocchi zuerst kurz in Salzwasser kochen, bis sie an der Oberfläche schwimmen. Währenddessen passierte Tomaten und Sahne in der Auflaufform verrühren. Die Gnocchi abgießen und dazugeben, dann nach Belieben mit geriebenem Parmesan bestreuen und mit Salz, Pfeffer, Basilikum und typisch italienischen Kräutern (Oregano, Thymian ect. oder Gewürzmischung) würzen. Bei 180 Grad Ober- und Unterhitze 15 Minuten lang backen.

Zurücklehnen und genießen. Guten Appetit!

Sabine


Last Minute Inspiration: meine liebsten Travel Fotos

Noch drei Wochen bis Kreta! Ah, ich fiebere dem Tag der Abreise nur noch entgegen, kaufe schon Sonnencreme, überlege mir, welche Lieblingsoutfits ich mitnehme, und und und… Wo geht es für euch diesen Sommer hin? Oder seid ihr vielleicht noch gar nicht so weit wie ich und sucht noch ein Last Minute Schnäppchen für die perfekte Auszeit? Heute nach Amsterdam, morgen ans Meer? Städtetrip, Strandurlaub, Kulturreise, Partywochenende? Hier kommen meine liebsten Fotos von den besten Destinationen der letzten Jahre. Vielleicht könnt ihr euch ja davon inspirieren lassen!

Mallorca


Stimmt, Mallorca ist als erster Vorschlag nicht gerade kreativ. Aber ja, ich gebe es zu, ich war am Ballermann. Und ich darf stolz verkünden, dass ich auf keiner Schlagerparty war, die Beschallung am Strand hat gereicht. Wer den Ballermann und das damit verbundene Proletentum nicht mag, kann einfach an eine andere Stelle auf der Insel gehen – dort ist es genauso schön wie anderswo auf den Kanaren.

Starnberger See


Für den kleineren Geldbeutel und die größere Ruhe gibt es ja auch genügend deutsche Seen. Neben dem großen Bodensee gibt es zum Beispiel den schönen Starnberger See mit umliegenden Örtchen. Lohnt sich für einen Tagesausflug, aber bestimmt auch für ein entspanntes Wellness Wochenende.

Amsterdam


Amsterdam! In der kunterbunten, lebhaften, tollen Hauptstadt der Niederlande hatten wir letztes Jahr jede Menge Spaß. Dort gibt es alles: Kultur, Party, Leute, Essen (Pannenkoeken!), Märkte, Räder und wunderschöne Stellen für Fotos. Besonders empfehlenswert: Der Ultimate Party Pub Crawl.

Berlin

Auch nicht zu verachten ist unsere eigene Hauptstadt. Bei 36 Grad vielleicht etwas anstrengend, aber ansonsten spannend von Charlottenburg bis Friedrichshain. Coole Leute und solche, über die man schmunzeln kann (Stichwort Hipster), die wahrscheinlich größte kulturelle Diversität weit und breit und damit wohl auch jedes Programm, das man sich wünscht.

Prag




Vom tschechischen Juwel habe ich euch erst vor wenigen Monaten berichtet – Prag ist ein echter Traum! Die Karlsbrücke, das Schloss, die Botschaften, der Altstädter Ring, Straßenmusikanten und eine wunderschöne Innenstadt. Als Fotografen standen wir morgens um 6 Uhr auf der Karlsbrücke. Schön!

England






Die warme, sonnige Zeit in England ist vorbei, aber hey, das ist hierzulande ja auch der Fall. Wer schöne Landschaften, eine besondere Mentalität und Kultur kennenlernen will, ist in England genau richtig. Mein Auslandssemester in Leeds war einfach toll, die Umgebung ist absolut sehenswert: In Leeds, Manchester oder Liverpool kann man locker ein Wochenende verbringen, auch Harrogate ist als ruhiger Kurort einen Ausflug wert. Ach, und London. Aber das wisst ihr ja.

Sabine


{Soulfood Sunday} Linguine Bolognese à la Susi

Meine Freundin Susi ist immer für eine Überraschung gut. Kann ich doch schon seit mindestens 2 Jahren eine anständige Bolognese kochen, setzt sie noch eins drauf und meint: Wieso nicht einfach Mais da rein? Der Italiener springt jetzt wahrscheinlich im Viereck, wenn er das liest, aber das ist mir egal, denn ich finde die Kombination grandios! Genau die richtige Belohnung für einen erfolgreichen Lerntag.

Linguine Bolognese á la Susi

Zutaten (2-3 Personen)
250g Hackfleisch
250g Linguine
400g stückige Tomaten
100g passierte Tomaten
100ml Gemüsebrühe
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 EL Thymian
frischer Basilikum
Salz, Pfeffer
Parmesan

Die Zwiebel und den Knoblauch klein schneiden und zusammen anbraten. Dann das gewürzte Hackfleisch hinzugeben und braten bis es von allen Seiten braun ist – erst dann die passierten und stückigen Tomaten in die Pfanne geben und mit Basilikum und Thymian würzen. Wenn die Brühe der Tomaten ein wenig verkocht ist, die Gemüsebrühe hinzufügen und noch circa eine halbe Stunde weiterköcheln lassen. Der Mais kommt erst zum Schluss in die Bolognese, damit er schön frisch und knackig bleibt. Nicht vergessen, die Linguine rechtzeitig auf den Herd zu stellen, bevor die Sauce fertig ist. Und dann ab auf den Teller damit! Zum Schluss mit Parmesan garnieren – und genießen.

Sabine


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