What it takes to #LoveYourCurls

“Sind die echt?!” Das höre ich fast täglich und nein, gemeint sind nicht meine Brüste (schön wär’s). Gemeint sind meine Locken. Ja, es sind Naturlocken. Wenn meine Mama gerade zufällig anwesend ist, wenn mir jemand die obligatorische Frage stellt, ergänzt sie immer ganz schnell “Und sie ist gar nicht zufrieden damit!”. Lasst es mich so sagen: Das war einmal, und zwar in der Pubertät. Das ist die Zeit, in der man am liebsten so sein will wie jeder andere und es ganz schön belastend sein kann, wenn man “anders” ist. Und genau dieses Problem spricht die Kosmetikmarke Dove in einer neuen Kampagne an. Die 11jährige, die sich ihre Locken manchmal gerne ausreißen würde, die 9jährige, die “traurig” über ihre Haarstruktur ist. Es mag ein Werbefilm sein, es mag dramatisiert sein, aber: Es ist nicht unrealistisch. Ich will jetzt gar nicht von Magazincovern anfangen. Der einfache Alltag reicht schon, um als Lockenkopf verdammt unsicher zu werden. Die Mitschülerinnen mit minimalen Wellen fangen irgendwann an, täglich mit dem Glätteisen zu hantieren. Ständig fragt dich jemand: “Willst du dir eigentlich nicht mal die Haare glätten? Das wäre bestimmt cool” Du rechtfertigst dich. “Ich finde mein Locken okay, mit glatten Haaren sehe ich aus wie ein begossener Pudel.” “Ja, aber…” Was, aber? Muss man in der Pubertät möglichst standardkonform aussehen, um sich und anderen zu gefallen? Selbst in der Abizeitung ist der häufigste Kommentar zu deiner Person “Locken”. Well thank you, Captain Obvious! Neun Jahre lang haben sie dich kennengelernt und dann mal eben ganz knackig deine Persönlichkeit auf den Punkt gebracht. Seufz. Es ist wirklich nicht leicht mit diesen krummen Haaren. Ich stehe schon immer zu meinen Locken, schlicht aus dem Grund dass ich mir mit glatten Haaren gar nicht gefalle, aber es war ein Kampf, bis ich endlich glücklich mit ihnen war. Und deshalb möchte ich heute allen Curly Girls ein paar Tipps mit auf den Weg geben, wie sie ihre Locken lieben lernen können.

Vor dem Liebenlernen kommt das Kennenlernen: Locken können furchtbar aussehen, wenn man sie falsch pflegt, und können so schön sein, wenn man mal herausgefunden hat, was sie brauchen. Von diesem Unterschied hängt schon mindestens die Hälfte der eigenen (und wahrscheinlich auch fremden) Wahrnehmung ab. Welche Produkte das Haar gut aussehen lassen, ist für jeden Lockenkopf anders und letztendlich muss man es einfach ausprobieren. Das kostet Zeit und Nerven, zahlt sich am Ende aber immer aus. Ich will ein paar Tipps weitergeben, die meinem Wischmopp geholfen haben und von denen ich glaube, dass sie recht allgemeingültig sind.

Stay natural

Der Schritt, der mich am allerweitesten gebracht hat, war der, auf Silikone zu verzichten. Leider sind in sehr vielen Drogerieprodukten Silikone enthalten und egal, welche vermeintliche “Empfehlung” auf der Verpackung prangt – ein richtiger Friseur schüttelt da nur den Kopf. Denn Silikone legen sich wie ein Schutzmantel um jedes einzelne Haar. Klingt eigentlich toll, oder? Ist es aber nicht. Die Schicht ums Haar dichtet nach außen hin ab. Das Haar geht in seiner Hülle ein, und egal was danach draufkommt, die Pflege wird es nicht mehr anständig durch diesen Schutzfilm schaffen. Ich pflege mein Haar nun seit über drei Jahren ausschließlich mit silikonfreien Produkten und es ist so viel gesünder als zuvor! Es sieht einfach besser aus, die Spitzen brechen weniger ab und wenn ich eine Kur anwende, spüre ich tatsächlich einen Effekt. Die Auswahl in der Drogerie ist ganz einfach: Achte bei den Inhaltsstoffen darauf, dass nichts mit den Endungen “-cone” (meistens Dimethicone), “conol” oder “xane” enthalten ist. Wem das alles zu aufwendig ist: Für Naturkosmetik werden niemals Silikone verwendet, also greift zu alverde, Weleda und Co. Viele Hersteller geben inzwischen auch auf ihren Packungen an, dass keine Silikone enthalten sind.

Make your own choices

Jeder verwendet eine Bürste. Du bitte nicht! Locken brauchen einen grobzinkigen Kamm und werden am besten nur im nassen Zustand gekämmt. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass Locken einfach andere Produkte und Werkzeuge brauchen als glattes Haar. Das Wichtigste ist, dass man sich unabhängig von der Masse die Sachen sucht, die funktionieren. Ausprobieren und selbst entscheiden! Die eigene Entscheidung ist besonders beim Friseur wichtig. Es gibt leider recht viele Friseure, die generell schlecht mit Locken umgehen können, aber selbst bei denen, die sich auskennen, scheiden sich die Geister. Mir will man zum Beispiel immer Stufen andrehen. Ich mag es aber nicht, wenn mein Kopf zu so einer extremen Lockenkugel wird. Was der Friseur “zu platt” findet, gefällt mir eben. Sowas muss man sich gut überlegen – und deutlich sagen! Nichts ist schlimmer als ein Friseur, der dir etwas Gutes tun will und dich (in deinen Augen) monatelang aussehen lässt wie eine Vollidiotin.

Care for your hair

Regelmäßige und kontinuierliche Pflege ist das A und O. Meine wichtigsten Pflegetipps:

1. Waschen – und zwar nicht unbedingt jeden Tag, denn die reinigenden Tenside schädigen das Haar auch ein Stück weit. Mir reicht es gut alle zwei Tage. Noch ein Tipp: Es reicht, den Ansatz mit Shampoo einzureiben. Die Spitzen sind nicht fettig und es läuft beim Abspülen noch genug Shampoo durch.
2. Pflegekuren – Etwa zwei bis drei Mal die Woche tut eine feuchtigkeitsspendende Kur den Haaren gut. Locken sind aufgrund ihrer Struktur trockener als glattes Haar und brauchen deshalb extra viel Pflege. Haarspülung hilft beim Entknoten und kann je nach Bedarf nach jeder Wäsche verwendet werden.
3. Kämmen nur mit einem grobzinkigen Kamm und am besten nur nach dem Duschen. Ich persönlich kämme auch vorsichtig vor dem Duschen, weil meine Haare sonst beim Waschen verfilzen. Das muss man ausprobieren.
4. Lufttrocknen lassen. Locken sehen geföhnt einfach nur wuschelig aus. Und auf Dauer kann das mit der heißen Luft sowieso nicht so toll sein…
5. Verwende irgendeine Form von Spitzenserum nach dem Waschen. Ohne Silikone ist das nicht ganz einfach, aber ich nehme zum Beispiel das Haaröl von alverde. Bei Locken sehen trockene Spitzen nämlich besonders unschön aus, und auch im restlichen Haar kann man das Öl ein wenig(!) verteilen.
6. Vorsicht mit Blondierungen. Gerade naturblonde Locken sind oft auch fein und brüchig. Wenn man dann aus Aschblond Goldblond machen möchte, empfiehlt es sich, auf jeden Fall zum Friseur zu gehen und am besten keine Komplettblondierung draufzuklatschen, sondern höchstens Strähnchen.

CONFIDENCE!

Glatt kann jeder. Naturlocken sind quasi mit keinem Werkzeug nachzubauen, schon gar nicht kurzfristig. Die Omas meinten immer zu mir, “DAFÜR zahle ich einen Haufen Geld, ich brauche nämlich extra Dauerwelle”. Na gut, das baut einen als Teenager eher ab als auf – anstelle deiner besten Freundin krückt halt die schrullige 70jährige Nachbarin an und verkündet, dass du ihr Style-Idol bist. Geht so. Aber irgendwann, meistens wenn du nicht mehr von pubertierenden Wirverurteilenalleswaswirnichtkennen-Monstern umgeben bist, stellst du fest, dass es gar nicht so übel ist, ein bisschen anders zu sein. Es gehört zu deinem Stil. Man muss mit Locken nicht bieder aussehen, man kann sie auch cool stylen. Locken rocken! Und dazu zu stehen, zeigt Selbstvertrauen. Du fällst (hierzulande) immer auf. Mal mehr, mal weniger. Aber das ist okay. Es muss 1. nicht böse gemeint sein und 2. kannst du es sogar zu deinem Vorteil nutzen. An dich erinnern sich Leute oft leichter, einfach weil du etwas hast, das direkt ins visuelle Gedächtnis geht und mit dem man deinen Namen dann erst einmal verknüpft. Oder wenn du jemanden treffen sollst, den du noch nicht kennst (Freunde von Freunden, Facebook-Flohmarkt-Gruppen, …) dann sagst du “Ich bin die mit den blonden Locken” – nach dir muss man in einer Menschenmenge nicht lange suchen! Kinder lieben dein Haar. Manche zeigen zwar auf dich und kichern, aber die, die mal an so einer Locke ziehen dürfen, sind begeistert davon, wie sie wieder hochspringt. So spannend! Wenn dir das gleiche auf einem Date passiert (kein Einzelfall!), musst du halt geduldig lächeln und Verständnis für das Kind im Mann zeigen…

Was ist deine Lockengeschichte?

{Soulfood Sunday} Gouda Tartelettes mit Serrano-Schinken

In unserer WG-Küche fangen Sätze häufig mit “Hatten wir nicht mal…?” an. Das Teil, nach dem ich in den letzten Wochen mehrmals gefragt habe, war ein Wellholz. Ich bin mir sicher, wir hatten mal eins! Offenbar gehörte es aber einem meiner Ex-Mitbewohner. Was soll’s… Not macht erfinderisch! Bei meinen Weihnachtsplätzchen habe ich euch noch souverän verschwiegen, dass ich den Teig mit den Händen plattgedatscht habe. Heute ist die Zeit für ein Geständnis, denn ich will sagen: Das wichtigste Werkzeug in der Küche sind zwei gesunde Hände – sie ersetzen so manches Haushaltsgerät und das mit gutem Ergebnis.

Bei diesem Rezept haben mir aber auch die 10cm-Tarteletteformen von KitchenCraft, bestellt über meincupcake.de*, gewaltig beim “Teig-Reindatschen” geholfen!

Gouda Tartelettes

Zutaten (4 Tartelettes mit Ø10cm)

Teig
170g Mehl
80g Butter
1 Eigelb
1/2 TL Salz

Füllung
150g geriebener Gouda
50g ger. Mozzarella
80ml Sahne
2 Eier
2 Scheiben Serrano-Schinken

Mehl, Butter, Eigelb und Salz zu einem Mürbteig verkneten. Diesen in Frischhaltefolie wickeln und eine Stunde im Kühlschrank liegen lassen. Für die Füllung zuerst Eier und Sahne verquirlen, dann den Schinken in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem geriebenen Käse unter die Eisahne mischen.

Gouda Tartelettes

Die Förmchen mit Butter einfetten. Der Tolle an ihnen ist übrigens, dass sie einen losen Boden haben, mit dem man die fertigen Tartelettes nach dem Backen ganz easy und ohne den Rand zu versauen herausheben kann. Den Teig in vier gleich große Stücke teilen und dann entweder schön auswellen und zivilisiert in die Förmchen legen oder direkt rein mit der Kugel und mit dem Handballen plattgedatscht, ihr wisst schon! Die Teigreste mit den Fingern am Rand entlang verteilen. Bei 170 Grad Umluft ca. eine halbe Stunde backen und warm genießen. Guten Appetit!

PS: Das zweite Problem in einer WG ist, dass das 4er-Set Formen nicht weit reicht. Denkt daran…

*Kooperationspartner. Das genannte Produkt wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Danke für die schöne Zusammenarbeit!

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Memorybook November & Dezember

Bachelorarbeit abgegeben: Check. Gefeiert: Check. Pause von allem gemacht: Check. Das Ergebnis: Ausnahmezustand zuhause. Überall verstreute Klamotten, angelesene Reiseführer, auf dem Boden Scrapbookmaterialien für die der Schreibtisch nicht gereicht hat, leere Kekspackungen, Altpapier in der Ecke, ein geöffneter Versandkarton. Mittendrin kauert mein Macbook schuldbewusst auf dem Bett, voller unbeantworteter Emails und Blogposts, die ich eigentlich schreiben wollte. Wenn man das Ganze jetzt “kreatives Chaos” nennt, klingt es im ersten Moment nach einer liebenswerten Macke. Mich lähmt es, wenn es mir mal passiert. Einen Tag lang machte ich also… gar nichts. Dann hat es mich gepackt. Das Memorybook 2014 fertiggestellt, Materialien weggeräumt, Wäsche gewaschen, den Schreibtisch wieder in meine Lieblingsposition (mit Blick zur Inspirationspinnwand) gerückt und die Emails beantwortet. Ab heute geht es weiter. Hallo 2015!

Fernweh
Guten Abend Köln
Guten Abend Louisa
Motivation
mein Geburtstag
Geburtstagskarten
Party
Happiness
Weihnachtsmarkt Heidelberg
Risotto
Weihnachten
Oma-Selfie
Party
hello 2015