STYLE: Her name is Noelle, I had a dream about her…

…oder: Warum jede Frau diese eine Handtasche braucht…

Ihr kennt das: Auf Modefragen hat frau immer eine Antwort. So soll es aussehen, das Teil der Begierde. Genau so und nicht anders. Das kann doch nicht so schwer sein, oder? “Du bist zu anspruchsvoll”, hat meine Mutter mir schon im Alter von 13 Jahren gesagt, wenn ich neue Schuhe brauchte. Ich hatte eben schon immer eine genaue Vorstellung davon, womit ich mich abgeben wollte, und eine noch genauere davon, was ich absolut scheiße fand; zuerst bei Hobbies, dann bei Kleidung. Manchmal kann man diese Vorstellung gar nicht genau benennen – aber wie ein guter Mann steht sie plötzlich einfach vor einem und grinst herausfordernd. Nach fünf Jahren mit derselben zweckmäßigen Billighandtasche funkte es zwischen mir und Noelle.

Handtasche

Monatelang habe ich ausgeharrt und es mir gut überlegt. Ob eine Investition in die Liebe sich lohnt, ist ja immer die Frage, aber letztendlich kann man sich nicht wehren – und ehe man sich versieht, steckt man Hals über Kopf drin und muss den Preis bezahlen. Entscheidung gefällt! Vier Wochen musste ich um meine große Liebe kämpfen, bekam erst das falsche Modell, dann habe ich auf das allerletzte Exemplar gewartet, das vom einen Liebeskind Store zum anderen geschickt werden sollte (lieber Onlinestore, liebe Filialen… das geht noch besser!)… dann endlich hielt ich sie in den Händen! Die perfekte Handtasche. Warum ich euch das erzähle? Weil ich glaube, dass jede Frau sie braucht. Diese Allround Bag für jeden Tag, in die alles Wichtige reinpasst und mit der man jedes Outfit aufwertet. Die perfekte Handtasche ist so wie die Hunde in 101 Dalmatiner: Sie spiegelt ihre Besitzerin 1:1 wieder. Ich bin keine Frau für Schnickschnack und viel UmdenheißenBrei, ich bin zwar “so klein und süß” (danke Jenna), halte aber deutlich mehr Gegenwind aus als man mir zutraut. Ich stehe auf die klare Linie mit einem femininen, zarten Touch. Langweilig? Nö. Straightforward? Absolut!

Handtasche
Handtasche ‘Noelle’ von Liebeskind Berlin
Handtasche

Wie sieht deine perfekte Handtasche aus?

Goodbye Tübingen – ein Stück Heimat

Bevor ich gehe, stehe ich noch 15 Minuten auf der Neckarbrücke in der Sonne und atme die Luft meines Zuhauses ein. Zuhause, was ist das eigentlich?

Neckar

Es gibt da die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, meine Geburtsstadt. Da gibt es jede Menge Erinnerungen, gute wie auch schlechte. Freunde und Familie, die diese Stadt unausweichlich zu meiner Heimat machen. Da komme ich her und ich mache gerne alle paar Wochen einen Besuch. Aber ein Zuhause besteht für mich nicht nur in den Wurzeln – es ist ein Ort, mit dem ich mich freiwillig identifiziere und den ich mir zu eigen gemacht habe. In dessen Bars ich Nächte durchgemacht habe, über dessen Bürgermeister ich mich gebührend aufgeregt und in dem ich meine erste eigene Houseparty geschmissen habe. In Tübingen bin ich nicht zufällig aufgewachsen, Tübingen habe ich mir selbst ausgesucht. Als ich nach Leeds ging, stand auf Facebook: Aus Tübingen. Stimmte nicht ganz, aber mir gefiel’s. Seit dreieinhalb Jahren stehe ich zu meiner Stadt, zu diesem unglaublich schönen schwäbischen Fleck mit ganz eigenem Flair. Heute hieß es Abschied nehmen.

Das Abenteuer, das vor mir liegt, ist riesig: Ich ziehe nach Berlin! Und in ein paar Monaten dann weiter nach Hamburg. Es fühlt sich beinahe unanständig an, das auszuschreiben und meine Vorfreude kann ich erst gar nicht in Worte fassen. Seit Monaten fiebere ich diesen beiden Destinationen, den nächsten Schritten in meinem Leben, entgegen. Trotzdem saß ich heute in meiner WG-Küche und hätte den Moment gerne aufgesogen, mir alle Details gemerkt, die ganze Wohnung, abgespeichert für die Ewigkeit. Das erste Mal in meinem Leben (mal abgesehen von den Reiterferien in der sechsten Klasse) werde ich Heimweh haben. Und zwar richtig. Aber ich verrate euch noch etwas: Es ist nicht die Wohnung. Es ist alles, was mit dieser Wohnung, dieser Stadt zusammenhängt. Die Frühlingssonne auf der Neckarmauer, die verwinkelten Gassen und die Landschaft (Tübingen, warum bist du so hügelig?), der holy Horst, die Strandbar, die lustig-unreifen Plakate auf unserer WG-Toilette und das verrückte Kino mit freier Platzwahl. Aber vor allem die Menschen. Ein Teil von mir bleibt hier.

Danke an alle, die die letzten dreieinhalb Jahre unvergesslich gemacht haben!

Memorybook 2015: New York und die schönen Seiten…

Manchmal sitze ich da und denke mir: Mensch, hast du ein Glück. Besonders in diesem Jahr – im Januar habe ich das Glück in beinahe unanständig großen Portionen gelöffelt -, aber eigentlich immer. Was für ein Privileg es ist, hier geboren zu sein und diese Welt so sehen zu dürfen. Viel zu schnell nimmt man diese Dinge viel zu selbstverständlich. Essen? Hat jeder. Ein friedliches Umfeld ohne Krieg? Na was denn sonst! Einen Job bekommen? Muss man ja. In die Staaten reisen? Stell dir vor, du hast das mit 25 noch nicht gemacht; das wäre ja peinlich. Meine Großeltern waren Kinder im Krieg. Meine Eltern waren bis heute noch nie in Amerika. Und ich sammle eine glitzernde Erinnerung nach der anderen in einem bunten Buch – wie schön, wie kreativ. Aber auch absurd, wenn man sieht, was sonst auf der Welt passiert. Manchmal muss man sich wirklich an der Nase packen und sagen: Scheiße, geht’s dir gut! Und hoffentlich bleibt das so.

Einen Teil meiner schönen Erinnerungen möchte ich heute mit euch teilen – pünktlich zum neuen Jahr habe ich mir wieder ein Memorybook aus dem Shop der Ja-Sagerin bestellt. Hier kommt ein kleiner Sneak auf unseren 7-tägigen New York Trip, über den ich bald noch mehr berichte…

Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015
Memorybook 2015

Der New York Trip war eine kurze, geniale Pause nach dem Bachelorabschluss. Ein unschlagbares Reiseangebot zu einer unbeliebten Jahreszeit, die eigentlich gar nicht die schlechteste ist (zum Beispiel sind die touristischen Attraktionen nicht so überlaufen wie sonst). Die Reise war ein echtes Highlight und ich bereue keinen Cent, den ich dafür gespart und ausgegeben habe. Ein toller Start in ein hoffentlich unglaubliches Jahr. Welche längerfristigen Veränderungen das neue Jahr für mich bringt, erfahrt ihr bald…