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Auslandsmemorybook Teil 2: 2014

2014 habe ich in Frankfurt begonnen, um noch am selben Tag zurück nach London zu fliegen und den letzten Monat meines Auslandssemesters zu beginnen. Es war alles viel zu kurz, aber wenn ich meine Memorybookseiten anschaue, sehe ich, wie viel Leben ich in die begrenzte Zeit in England gepackt habe. Mehr hätte ich nicht daraus machen können, und schöner hätten auch meine Mitmenschen mir die Zeit nicht machen können.





Nach den paar Tagen in London gab es noch einen Essay abzugeben und dann hieß es auch schon Goodbye. Besonders schwer fiel es mir bei der Photo Society und natürlich bei meinen Mitbewohnern. Es ist schon auch schwer, einen schönen Ort zu verlassen, aber was einen letztendlich so richtig festhält, sind die Menschen. Meine Australier und Neuseeländer werde ich wohl lange Zeit nicht mehr sehen können. Besser sieht es bei den Foto-Briten aus, denn die sehe ich nächstes Wochenende. Wir treffen uns in Prag. Es war also doch kein Goodbye für immer, und das ist doch Wahnsinn, oder? Ich hoffe, dass ich es auch noch mal um die Welt schaffe.






What a ride! Looking at this last month of my semester abroad, I reckon I put as much life in my days as I could and I don’t regret a single thing, except having to go home so early. I am so grateful for the time I had with those amazing people in all those amazing places. Living abroad was a once in a lifetime experience that I will talk about once more in another blogpost. You also got a glimpse of what I’m going to show you in my last London posts!

Sabine


{Soulfood Sunday} Himbeermacarons

Ich bin ja so eine, ich bekomme Trends manchmal erst etwas später mit. Dann beäuge ich sie ein Weilchen skeptisch aus der Ferne und befinde sie entweder für doof. Ihr wisst schon, manches braucht wirklich keiner; bei anderem erwische ich mich, dass ich gerne aus Prinzip dagegen wäre. Oder ich stecke dann doch mal die Nase rein und schaue, ob die anderen vielleicht recht haben könnten. Gestern war ich im Kino in “Divergent”, nachdem mir eine Freundin wochenlang von dem Buch vorgeschwärmt hat. Obwohl mir die erste halbe Stunde nicht so gut gefallen hat, hat es mich dann doch gefesselt und jetzt stehen die drei Bücher auf meiner Wunschliste, weil ich wissen will, wie es weitergeht. So ähnlich war es mit Macarons. Als meine Schwester anfing, sie zu backen, dachte ich “Ach nee, nicht die auch noch!”. Dann hab ich die Teile probiert und musste ihrem Wunsch nachgeben, das Rezept auf den Blog zu stellen. Denn die Macarons sind trotz großer Beliebtheit (oh Graus) echt lecker.

Zutaten (20 Macarons)
Schalen:
45g gemahlene Mandeln
75g Puderzucker
36g Eiweiß
10g Zucker
Lebensmittelfarbe (Pulver oder Paste)

Himbeer-Füllung:
150g Himbeeren
100g Gelierzucker 1:2

besonderes Werkzeug:
Spritzbeutel
Sieb

Zuerst einmal: Bei diesem Rezept ist es super wichtig, dass die Zutaten und Anweisungen ganz genau eingehalten werden. Während man bei einem Rührkuchen auch mal ein bisschen experimentieren darf, kann Nichtaufpassen oder Experimentieren hier fatal sein. Das mussten wir in 3 Backanläufen feststellen. Also: Acht geben, dann klappt das! Es geht so los: Die Mandeln und den Puderzucker mischen und fein mahlen. Gröbere Stückchen entfernen, am besten durch ein Sieb. Das Eiweiß schlagen und den Zucker dazugeben, sobald das Eiweiß schaumig wird. Weiterschlagen und sobald die Masse weiß ist, die Lebensmittelfarbe hinzufügen. Dabei sehr vorsichtig mit der Menge sein, es wird sehr schnell extrem! Die Masse fertig zum Eischnee schlagen. Eischnee ist, wenn die Masse fest ist und man die Schüssel drehen kann, ohne dass sie herausfällt. Das Mandelpuderzuckermehl von Hand unterrühren – vorsichtig, also nicht zu lange. Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und kleine Kreise (ca. 2,5cm Durchmesser) auf das mit Papier ausgelegte Backblech geben. Etwa 3 Zentimeter Abstand lassen. Besonders wichtig ist jetzt, dass die Macaronschalen vor dem Backen 30 Minuten ruhen. Dann den Backofen auf 150 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Masse nach der Ruhezeit auf der mittleren Schiene 14-15 Minuten backen, den Backofen beim Reinschieben auf 140 Grad runterdrehen.

Während der Backzeit kann die Füllung zubereitet werden: Die Himbeeren mit 2 EL Wasser kochen und zerdrücken, bis sie weich sind. Die Himbeeren sieben, damit die Kerne rausgehen. Mit dem Gelierzucker 3 Minuten kochen. Die Himbeermasse im Kühlschrank abkühlen lassen, bis sie zum Gelee wird.


Wenn die Macaron-Schalen fertig sind, das Blech herausholen und 5 Minuten abkühlen lassen. Damit die Schalen sich besser vom Papier lösen, das Backblech einmal kurz auf die Ablage stoßen. Macarons kurz umdrehen und auf die Oberseite legen, damit die “Füßchen” (das ist der Rand) trocknen können. Danach wieder umdrehen. Wenn die Füllung wie oben beschrieben fertig ist, je ein Schalenteil nehmen, mit einem Teelöffel Füllung darauf verteilen und ein zweites Schalenteil darauf drücken. Dabei vorsichtig sein.

Am besten stellt ihr die Macarons die Nacht über in den Kühlschrank, damit sie das Aroma der Füllung annehmen. Und dann lasst es euch schmecken! Ich meine, ich werde hier nicht hysterisch werden. Ob Massenhypes so wichtig sind, ist fraglich. Unbestreitbar ist aber, dass Macarons eine feine kleine Sache sind, der man gerne eine Chance geben kann, wenn man Lust hat!

Unser Macaron-Rezept ist aus dem Buch “Macarons für Anfänger” von Aurélie Bastian.

Sabine


Wandering around the UK: London III {Notting Hill}

“I’m just a girl, standing in front of a boy, asking him to love her”

Julia Roberts is looking at Hugh Grant, the romantic superhero of British cinema. The missing background music strikes me. The silence is so freaking cheesy, I nearly can’t bear it, but Hugh has already made me laugh so much just by saying “trousers” and other ridiculously likeable British things during the last 90 minutes, so I forgive the screenwriter. Notting Hill. I think back to those days in January, when I was in London. On the second, I bought an underground ticket and went out to explore the city. I wish I was there right now…

It is a sunny day. When I make it to Notting Hill however, the sun is already setting. I can’t see the colourful little shops anymore, there’s no book shop for travel guides (who would do such a ridiculous thing, anyway?). Instead, I see the glowing white faces of the poshest Victorian houses I have ever seen, an unrivalled atmosphere. The air smells of money, but it’s not a nasty smell, at least not for me. It’s magnificent. Peering into some of the windows, I suspect that the most successful and stylish people of London must live here. Not an awful lot of William Thackers, but (Biritish) Anna Scotts. Those who made it, the ones we envy – and sometimes loathe.









Even in the semi-darkness, I get to see the last hour of the charming, hand-made and jumbled Portobello road market that balances out the snobbishness of Notting Hill. Street merchants try to sell me a wooden case for my phone, bracelets and scarves. I buy a “German” hot dog off a little snack van and stroll around the streets until the only light comes from the street lamps and the cars that rush by. A weird sense of calmness overcomes me. Somehow, I feel perfectly safe and happy in this place. Besides Portobello Road, I walk down Pembridge Road and Pembridge Crescent, finding out on Google Maps that there is a Museum of Brands, Packaging and Advertising. Of course, I stop by – it’s a really cool little museum which I would recommend to everyone who is interested in advertising and design. I end my tour through Notting Hill with a mint hot chocolate that I sip for an hour at Snowflake Gelato on Westbourne Grove. What a perfect finale for the visit of a perfect area!

“Can I stay for a while?”
“You can stay forever.”

Oh, Notting Hill!

Ach, ihr Lieben. Ich fange gerade wirklich an, England zu vermissen. Und mein Englisch verlässt mich leider auch schon wieder ein bisschen. Überhaupt vermisse ich nicht nur Großbritannien, sondern vielmehr die Reise. Es gibt noch so viel zu erkunden.

Auch in dieser Serie:
London I: Thoughts on The City
London II: Soho

Sabine


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